Ganzheitlich mit Körper, Emotionen und Energien arbeiten

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Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber je mehr ich versuche mit Menschen ganzheitlich zu arbeiten, desto weniger geradlinig und voraussagbar werden meine Sessions. Was als Massage startet endet als Gespräch und eine als  “Coaching” geplante Session endet mit Berührung.

Ähnliches berichten einige Ausbildungsteilnehmer, die herausgefordert sind,  nicht in ein festem Behandlungsschema, dass für alle gleich ist,  zu verharren, sondern in ganzheitlich-individuellen Behandlungen orientiert zu sein und zu wissen, was zu tun ist.

Genau dafür möchten wir in diesem Artikel eine kleine Orientierung anbieten. Denn diese verlaufen nicht nur geradlinig, sondern orientieren sich immer an den Bedürfnissen, Wünschen und Ressourcen der Protagonisten, sowie den “Phänomenen”,  die auftreten.

Als Therapeut und Körperarbeiter heißt dies, den ganzen Menschen auf unterschiedlichen Ebenen wahrnehmen, abholen und behandeln zu können, ohne den Überblick komplett zu verlieren.

Das heißt für uns:

  • anatomisch präzise
  • energetisch fein-spürig
  • psycho-emotional präsent und orientiert

wahrnehmen und arbeiten zu können.

 3 Ebenen und wie sie sich beeinflussen

Hier ist was wir unter diesen Ebenen verstehen:

  1. Die strukturelle Ebene umfasst unseren physischen Körper: Muskeln, Faszien, Knochen, Organe, Nerven und der Nervensystem …
    Wenn wir strukturell arbeiten, wirken wir hoffentlich gezielt und  anatomisch informiert auf genau diese Strukturen ein, um z.B. Schmerzen oder Funktionsstörungen zu behandeln.
  2. Die energetische Ebene umfasst den Energie-Körper, der sich oft in Form von Vibrationen, Schwingungen, Informationen und Hitze-/Kälteempfindungen bemerkbar macht.
    In der energetischen Arbeit schwingen wir uns auf diese Ebenen ein, lösen Energien und können durch gezielte Zustandsveränderungen und Vibrationen passende Informationen für Protagonisten bereitstellen.
  3. Die psycho-emotionale Ebene umfasst unsere Gefühls- und Glaubens-Welt: Gefühle, Emotionen, Glaubenssätze und Überzeugungen.
    Psycho-emotionale Arbeit umfasst das Hinterfragen von alten Glaubenssätzen, den Kontakt mit unseren Gefühlskräften und Lösen alter emotionaler Muster oder den sogenannten Standard-Reaktionen.

Wir trennen diese Ebenen, um sie besser zu verstehen, gezielt zu behandeln n und auch dazu unterrichten zu können. In der Realität beeinflussen sie sich permanent und sind nicht getrennt:

  • Beispiel: Körperliche Struktur → Gefühle
    Ich habe mir den Nacken verknackst → Als Ausgleichs/Schutzhaltung wird meine Hals- & Brustwirbelsäule steif,  aufgerichtet und dadurch angestrengt → Dies führt zu einer Reizung des im BWS liegenden Sympathischen Nervensystems, dass für den Kampf-& Fluchtmodus zuständig ist → ich bin gereizt und weniger resilient → Meine Gefühlswelt ist näher an Wut und Angst, was zu Überreaktionen führt
  • Beispiel: Glaubenssatz → Körperliche Struktur:
    Basierend auf frühkindlichen Erfahrungen habe ich den Glaubenssatz “Die Welt ist ein gefährlicher Ort” → Dadurch fühle ich mich dauerhaft unsicher → Dies führt dazu, dass ich nach Gefahr Ausschau halte → Dadurch ist meine Aufmerksamkeit und Energie viel im Außen und nicht geerdet → Dies wird sich auf Dauer auch in Körperlichen Strukturen (oft besonders dem Nacken und der Augenmuskulatur) zeigen, die besonders beansprucht werden
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Ganzheitliche Körperarbeit heißt zwischen den Ebenen wechseln können

Für uns bedeutet ganzheitliche Körperarbeit, dass wir  diese Ebenen wahrnehmen, verstehen und auch mit ihrer Wechselwirkung  arbeiten können.

Ein ganzheitlicher Körperarbeiter ist jemand, der in einer Behandlung fließend zwischen den Ebenen wechseln kann, je nachdem was für den Protagonisten und das Thema an dem wir arbeiten hilfreich ist.

Denn jede Ebene hat ihre Vorteile – aber auch Begrenzungen und Einschränkungen:

Strukturell

Energetisch

Emotional

Vorteile:

–     Nachhaltige Veränderung bei rein körperlichen Problemen

–     Klare Orientierung an Hintergrundwissen möglich

–     Protagonisten können Einwirkungen klar spüren und meist nachvollziehen

Vorteile:

–     Schnelle Veränderungen

–     Verfeinerung der Wahrnehmung für Therapeuten & Protagonisten

(Feedback-Möglichkeit)

Vorteile:

–      Langfristige Motivation für Veränderung

–      Oft die Ursache von körperlichen und energetischen Problemen

–      Ursächliche Veränderung möglich

–     Basis für therapeutische Beziehung und Vertrauen

Nachteile:

–     Tiefere Gründe für Haltungen und Fehlstellungen werden nicht beachtet und bearbeitet

–     Gefahr für “Arbeit an Strukturen” vs. mit dem  Menschen

–     Die Auswirkungen von Behandlungen sind oft erst später ersichtlich und überprüfbar

Nachteile:

–     Resultate sind oft nicht bleibend (verschwinden so schnell, wie sie kommen)

–     Resultate nicht “greifbar”

–     brauchen Vertiefung ins körperliche oder psycho-emotionale (Identität)

Nachteile:

–     Oft eine Hürde, diese Ebene zu erreichen

–     Bei ausschließlichem Fühlen-Spüren ist es leicht sich hier im Kreis zu drehen (und zu Retraumatisieren)

–     Wirkung oft schwer einschätzbar /überprüfbar

Unser Ziel ist es all diese Vorteile zu nutzen und wie oben schon beschrieben:

  1. anatomisch präzise
  2. Energetisch fein-spürig
  3. psycho-emotional präsent

wahrzunehmen und zu arbeiten. Angepasst an unsere Protagonisten und den je nachdem, was er/sie  in einer Session braucht, sich wünscht und was für Ressourcen es gibt.

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In Sessions fließend mit der Ebene arbeiten, die hilft und gebraucht wird

Holistic-Bodywork ist nicht auf eine bestimmte Arbeit auf einer Ebene konzentriert. Wir orientieren uns am Wunsch eines Menschen (LINK) und nutzen die Tools auf den Ebenen, die nützlich sind.

 

Dabei fließen, den Überblick behaltend,  mit dem Geschehen & Erleben des Protagonisten, nutzen die “Sprache” und Ebene, mit der wir von Moment zu Moment am Besten mit dem System des Protagonisten kommunizieren können.

Wie dies aussehen kann, möchten wir anhand von ein paar Beispielen erläutern:

Beispiel 1: Ein Protagonist kommt mit wiederkehrenden Druck-Kopfschmerzen und dem Wunsch, langfristig weniger Spannung im Kopf zu spüren.

    1. Der Holistic-Bodyworker beginnt im Einklang mit dem Wunsch mit der Mobilisation und Dehnung der faszialen Strukturen des Hirns (s. ARTIKEL)
    2. Nach ein paar Minuten kommt bei der “Ohrenzieh-Technik” eine große Hitze auf, die Behandler und Protagonist als Vibration wahrnehmen
    3. Im gemeinsamen Ein-spüren entsteht eine Bewegung Richtung Herz des Protagonisten
    4. Der Therapeut bietet sanften Halt und Unterstützung dieser Bewegung durch seine Hände an, wodurch die Hitze und Vibration sich im Brustbereich ausdehnen können
    5. Der Protagonist erlebt dies als ein Gefühl der Selbst-Annahme und Liebe, welches im gemeinsamen Gespräch vertieft und verankert werden kann

Beispiel 2: Eine Protagonistin beschreibt, dass sie im Leben sehr häufig “Im Kopf” feststeckt und wünscht sich, mehr in den Körper zu kommen

    1. In der Wahrnehmung der Therapeutin ist die Protagonistin auch gerade energetisch im oder um den Kopf.
    2. Sie beginnt damit sanft einen energetischen Halt am Kopf anzubieten
    3. Daraus entwickeln sich eigenständige Bewegungen der Protagonistin, die sich zu einem “Unwinding” entwickeln, in denen sich die Halswirbelsäule befreit
    4. Als diese Bewegung endet arbeitet die Therapeutin sich von der Halsmuskulatur abwärts bis in die Beine der Protagonistin. Diese fühlt sich danach geerdet und als ob Kopf und Körper das erste Mal zusammen gehören.

Beispiel 3: Ein Protagonist kommt, weil er sich oft unsicher fühlt, zu uns. Er wünscht sich Sicherheit im Job und der eigenen Beziehung, da dies sonst Stress und teilweise Kopfschmerzen auslöst.

    1. Im Gespräch erforscht die Therapeutin, wann sich der Protagonist unsicher fühlt. Dabei äußert er spontan den Satz “Die Welt ist bedrohlich”
    2. Mit diesem Satz verändert sich die gesamte Erfahrung des Protagonisten: Er bemerkt, dass die Aufmerksamkeit nach außen geht, er nach Gefahr Ausschau hält, die Schultern sich hochziehen und die Augen sich anspannen. Dieser Glaubenssatz und Zusammenhang war ihm vorher nicht bewusst.
    3. In der Behandlung verstärken Protagonist und Therapeutin gemeinsam diese Haltung und der Protagonist ist eingeladen zu überprüfen, ob er gerade sicher ist.
    4. Nachdem er sich ausgiebig umgeschaut hat, entspannt sich der gesamte Körper plötzlich und er sagt: “Die Welt war ein unsicherer Ort, früher ganz oft – aber sie ist es jetzt gerade nicht”
    5. Der Rest der Session arbeitet mit Körperhaltungen, die es ihm erlauben dieses Gefühl der Sicherheit zu vertiefen und die Energie im Körper zu belassen. 

Wir hoffen…

 

dass dieser Artikel Dir vielleicht ein bisschen Inspiration geben konnte. Für uns persönlich haben diese Techniken einige der größten und interessantesten Veränderungen in Sessions bewirkt, die uns jemals untergekommen sind.

Und das geht von Schmerz-Veränderungen über emotionale Entspannung bis hin zu energetisch-spirituellen Erfahrungen. Die Arbeit mit dem Hirn bietet ein sehr weites Feld für Erfahrung, Erforschung und Veränderung.

Wenn Du Interesse hast, solche und andere Techniken im Detail zu lernen, ist das genau etwas, was wir mit Jahr 1 unserer Ausbildung anbieten.
Da geht es um anatomisch präzise und trauma-sensitive Körperarbeit. Von Gehirn, Herz und Bauch, über Beckenboden bis zu den Zehenspitzen. Von energetisch sanft bis so doll wie nur die Thaimassage dies kann.

HIER ERFÄHRST DU MEHR…