In diesem Artikel geht es um langfristige Veränderung. Und warum wir in Holistic-Bodywork die neuen Entwicklungen der Traumatherapie mit einbeziehen und in diesem Jahr vermehrt lehren wollen.

Dafür möchten wir in diesem Newsletter ein bisschen Hintergrund zu folgenden drei Punkten geben:

  1. Wissenschaft und therapeutische Ansätze erkennen die Wichtigkeit von Trauma als Ursache von Symptomen und Problemen im Leben von Menschen an.
  2. Es gibt neue Behandlungsansätze, um im Hier und Jetzt mit den Auswirkungen dieser vergangenen Erfahrungen zu arbeiten.
  3. Und das vielleicht Wichtigste: Trauma begegnet uns in jedem Umfeld und nachhaltige Transformation braucht die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen.

1. Schock & Entwicklungs-Trauma sind der Ursprung für viele der Symptome und Probleme, die Menschen haben

Dies sagen nicht nur immer mehr Studien, sondern es findet sogar seinen Weg in die offiziellen Diagnostik-Grundlagen (ICD-11 und DCIM-5) für Ärzte und Therapeuten.
Hier gibt es erstmals die Möglichkeit, nicht nur nach Symptomen zu diagnostizieren, sondern eine Vielzahl von Symptomen, wie
  • Chronische Körperliche Dysregulation
  • Emotionale Dysregulation
  • Schambesetzte Selbstbilder
  • Beziehungsprobleme
als Folge von Schock- und Entwicklungstraumata zu benennen.

Es gibt also die Chance, Menschen nicht nur nach ihren Symptomen (Angststörung, Neurosen…) zu diagnostizieren, sondern anzuerkennen, dass sie unter den Folgen von Traumata leiden.

2. Es gibt neue und wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethoden 

In den letzten 20-30 Jahren hat es große Veränderungen in Behandlungsansätzen für Schock- und Entwicklungs-Trauma gegeben.
Diese Ansätze haben sichere und einfühlsame Wege gefunden, mit den Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf die Psyche, den Körper und das Nervensystem zu arbeiten.

Diese Ansätze lehren Langsamkeit, Integration und Empowerment. Und sie betonen, dass langfristige Veränderung eine ganzheitliche Veränderung braucht: im Denken, Fühlen, Spüren und unserem grundlegenden Gefühl von Sicherheit.

3. Traumatherapie ist disziplinübergreifend 

 

Einerseits, weil Trauma allen begegnet, die mit Menschen arbeiten. Wenn Trauma wirklich vielen der Herausforderungen und Probleme zugrunde liegt, die Menschen haben, dann arbeiten wir alle mit den Auswirkungen von Trauma. Egal, ob wir

  • Ärzte
  • Psychotherapeuten
  • Yogalehrer
  • Coaches
  • oder (Grundschul-)Lehrer

sind…

Andererseits, weil immer mehr Therapeuten und Ansätze (wir zum Beispiel) disziplinübergreifend arbeiten. Es braucht unterschiedliche Hintergründe und Tools, um Menschen ganzheitlich begleiten zu können

  • Psychotherapeuten empfehlen Yoga
  • Ärzte empfehlen Atemkurse
  • Körperarbeiter nutzen Coaching

Trauma: Krankheit und Entwicklungsmotor

 
Diese neue Perspektive eröffnet neue Chancen. Einerseits, um mit Problemen tiefergehend zu arbeiten. Andererseits, um menschliche Entwicklung und Potentiale langfristig zu fördern.
(Mehr dazu in zukünftigen Posts…)