In diesem Blogartikel möchten wir Dir einen persönlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte, Motivation zur Gründung von Holistic Bodywork, wie auch die fortwährende Weiterentwicklung des Ansatzes in den letzten Jahren geben.

"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen."

Dafür hat Holistic Bodywork Begründer, Pascal Beaumart, bei vielen Meistern gelernt, und zwar schon vor seinem 10. Lebensjahr. Dass er mit 11 Jahren meditierte, Reiki- & Massagen gab und von einem philippinischen Heiler in dessen Heimat eingeladen wurde und mit ihm dort Behandlungen zu lernen und zu Behandeln, lange bevor er Dozent in Physiotherapie wurde, kannst Du hier nochmal genauer nachlesen.

Seine Fähigkeit andere Menschen zu lesen, setzte er allerdings schon mit 3 Jahren ein: um in Beziehung mit seinem Vater zu treten, massierte er ihm die Füße während dieser Zeitung las.  

Wenn Du frühere Artikel von uns kennst, hast Du vielleicht schon mitbekommen:
Bereits als Säuglinge sind wir in der Lage uns von eigenen Bedürfnissen zu trennen, um Bindung zu sichern oder aufzubauen 😉

„Naja, ich war also in der Lage mich „ziemlich gut“ auf die Bedürfnisse meines Vaters einzustimmen, ohne dass dieser sich zwangsläufig auf mich einstimmte. Aus der Trauma-Brille betrachtet, lässt sich schnell vermuten, dass es einem Kind in dem Alter schwergefallen sein muss überhaupt eigene Bedürfnisse wahrzunehmen. Das hatte zur Konsequenz, dass ich zwar spüren konnte, wenn ich mich unwohl gefühlt habe, aber nicht zu wusste was genau es war oder wie ich es verändern konnte. 
Was ich aber sehr ausgeprägt wahrnehmen konnte war “Energie”. Bei meinen Schulproblemen war ich deshalb besonders empfänglich für autogenes Training und Meditation. Das förderte meine doch ehr ausgeprägte energetische Wahrnehmung, wie auch die Möglichkeit mich innerlich anzupassen – Zustände bei/in anderen zu erkennen und in mir wechseln zu können – noch mehr. 

Auch mein Körper konnte zu einer Ressource werden. Besonders haben mich Kampfkünste interessiert.

Da ich in relativ jungen Jahren schon Massage-Behandlungen gab, hatte ich viel Übung darin, mich auf anderen Menschen einzuschwingen, sie körperlich und energetisch wahrzunehmen.
Meine Leidenschaft den Körper besser begreifen und heilen zu wollen, führten mich zu Physiotherapie, Ostheopathie und Thai-Massage. Dadurch konnte ich noch gezielter behandeln, bemerkte aber, dass die Wirkung meiner Behandlungen nicht immer langfristig waren.“

Ein entscheidender Wendepunkt war, als ich bemerkte, wie neben körperlichen und energetischen Empfindungen was anderes hinzukam:
Gefühle. In mir.

 

Heute weiß ich

Zu fühlen ist der natürliche Zustand.
Nicht zu fühlen ist eine erlernte Anpassung.

„Es waren nicht nur positive Gefühle, die mir begegneten, ehr alte Emotionen und gefühlte Bedrohung. So begann eine weitere Reise zu mir selbst –  zu meinen seelischen, wie auch daher rührenden, körperlichen Baustellen. Die intensive Auseinandersetzung mit Psycho- & Traumatherapie, sowie Ausbildungen in NARM nach Laurence Heller und Integrative Bodypsychotherapy machten mein Bild von ganzheitlicher Heilung immer runder. Das wollte ich weitergeben – der Name „Holistic Bodywork“ entstand – aber es war vielmehr eine Überschrift für die Zusammenhänge verschiedener Disziplinen aus all dem, was ich bis dahin gelernt habe – als ein Name um etwas in stein zu meiseln“
Pascal

 

Die Weiterentwicklung des Ansatzes

Holistic Bodywork ist kein starres System, oder in sich geschlossene Methode. „Es“ lernt von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Erfahrung jedes einzelnen; auch dem wachsenden Team 🙂 
Denn um auf einen Menschen in seiner Gänze eingehen zu können, braucht es mehr als das bloße Anwenden von Methoden aus Körperarbeit, Traumatherapie oder Spiritualität – sei die Veränderung die Du Dir wünschst 😉

Uns interessieren Zusammenhänge:

  • Was haben Faszien mit Meridianen zu tun?
  • Wie kann eine Körperspannung/-haltung Hinweise auf spezifische emotionale Themen geben?
  • Was unterscheidet Schock- von Entwicklungstrauma?
  • Wie hängen innere Anteile mit Trauma zusammen?
  • Warum ist unser Nervensystems ein wichtiger Schlüssel zur Beantwortung all dieser Fragen?
  • Wie kann Spiritualität Heilung & Heilung Spiritualität unterstützen?

 In der Praxis ist klar: Die Arbeit mit dem Körper hat Grenzen. Die Arbeit mit der Psyche hat Grenzen. Energetische Arbeit hat Grenzen. Deshalb liegt uns viel daran die „Wirkprinzipien“ aus den jeweiligen Disziplinen herauszuarbeiten und in andere zu übersetzen. So nutzen wir beispielsweise die primär gesprächsorientierte Teile-Arbeit & Psychotherapie auch körperlich und Körperarbeit bei psychischen Herausforderungen. 

Auch didaktische Weiterentwicklung

In 10 Jahren Holistic Bodywork sind aus einigen Ausbildungsteilnehmer*innen Assistenten und Lehrer*innen geworden. 
So besteht das aktuelle Kernteam aus Pascal, Raphaela, Lucas, Oli und Diane.  

Jede*r von uns kommt mit verschiedenen fachlichen, wie auch didaktischen Qualitäten und werden verstärkt von 7 weiteren Assistent*innen. 

Durch diese zusätzliche WoMen-Power aus dem dritten Jahr können wir 2022 schon mehr als 60 ausbildungsinterne themenspezifische Webinare anbieten, sowie meist 2 monatliche Übungszeiten (deutschlandweit) und weitere ausbildungs-externe Hybrid-Kurse.

Raphaela
Lucas
Oli
Diane

 

Wenn wir mit Menschen zu tun haben, wir uns begegnen sind wir „zwangsläufig“ in Beziehung.

Ob wir wollen oder nicht.
Wenn wir mit Menschen zusammen arbeiten, oder mit ihnen zu sind, hießt dies immer auch Interaktion in Interaktion zu sein. Je nach privaten oder beruflichen Umfeld kann diese sehr unterschiedlich aussehen.

Und grade das, was Menschen menschlich macht, was Menschen reguliert, wodurch wir uns entwickeln und heilen, sind gesunde Beziehungen.

In Holistic Bodywork, stellen wir daher die Beziehung mit ins Zentrum unserer Arbeit. Und das gesund, für Menschen unterschiedliches heißt, wollen wir auch als Behandelnde wandlungsfähig sein, und in verschiedene Rollen schlüpfen können. So sehen wir uns als Therapeut*innen nicht nur als Expert*innen, sondern beispielsweise auch mal als Forscher*innen, als Begleiter*innen … Diese Rollen sind gleichzeitig innere Haltungen, die sich auf nahezu alle Lebensbereiche übertragen lassen können. Damit können wir nicht nur bei der Arbeit gesunde Beziehungen individuell gestalten.

 

Dein Weg mit Holistic Bodywork

All unsere Ausbildungsjahre und speziell das dritte schneiden wir auf Dich und die Gruppe, zu. Während es im ersten Jahr primär darum geht, Emotionen im Körper zu befreien und körperliche Beschwerden Trauma-sensitiv zu behandeln (Schocktrauma), nehmen wir im zweiten Jahr Bindungstrauma (bzw. Entwicklungstrauma) in den Fokus. 

Gerade weil die berufliche Heimat der Ausbildungsteilnehmenden so unterschiedlich ist, wollen wir uns im dritten Jahr der Leitfrage widmen: 

Wie kannst Du die Inhalte aus HB passend zu Dir in Deine Arbeit einfließen lassen?

Es geht um Deine individuelle berufliche (und damit verbunden auch die persönliche) Entwicklung und Selbstverwirklichung.

In gemeinsamer Visionssuche, von Dir ausgesuchten Vertiefungsthemen, Inter- & Supervisionen, wie auch Sessions, die Du vom Team nehmen kannst, versuchen wir Dich bestmöglich zu begleiten – auf genau Deinem Weg.

Auf unserer Sessionseite kannst Du einen Eindruck gewinnen, was jetzige und ehemalige Teilnehmer*innen aus HB gemacht haben 🙂

Leitfrage: Wie willst Du mit HB weitergehen?
Abschluss des 1. Ausbildungsjahres

 

 

Last but not least – Holistic Bodywork Family ❤️ 

Die Ausbildungen haben nicht immer auf dem Seminarhof Drawehn stattgefunden. 

Bad Saarow (2011)
Somatische Akademie Berlin (2014)

Wir freuen uns, dass Holistic Bodywork seit 2018 nun ein eigenes Ausbildungszentrum – Seminarhof Drawehn –  im Wendland hat 🙂

HB Ausbildungszentrum: Haupthaus mit Esssaal, Küche und Seminarraum.
freistehendes rundes Seminarhaus "Mandala"
Tochter Maya, Sarah & Pascal (2021)

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